Waber LINDE
1940 né à Zwettl
Niederösterreich (AT)

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"Linde Wabers Blätter sind Landkarten ihres Lebens" (Rainer Pichler)

Linde Wabers Haus mit dem Garten in Zwettl ist sicherlich der zentrale Punkt auf diesen Landkarten, der Punkt, von dem alles ausgeht, auf den alles hinführt, auch wenn in ihrer Biographie „lebt und arbeitet in Wien, in Zwettl und auf Reisen“ vermerkt ist.

Linde Wabers Blick auf die Waldviertler Landschaft, auf ihren Garten, ist eng mit Erinnerungen, Empfindungen und inneren Vorstellungen verknüpft, was den Bildern einen ganz eigenen Zauber verleiht. Im Zeichnen und Malen hat sie sich den Ort und den Garten ihrer Kindheit neu angeeignet: „eigentlich ist es ja Mutters Garten ... der Garten hat sich kaum verändert, nur ich habe mich verändert“.

Die Künstlerin begnügt sich nicht mit einem Blick auf die Natur, sondern intuitiv erfasst sie, was hinter der äußeren Erscheinungsform liegt. Ihre Bilder haben etwas dynamisches, wild-wucherndes, die Vegetation, emporsprießend, blühend, leuchtend, scheint den vorgegebenen Rahmen des Bildformates beinahe zu sprengen, Himmel ist kaum zu sehen.

Damit steht sie durchaus in der Tradition der österreichischen Landschaftsmalerei, man denke an die sogenannte „Kraut- und Wiesenmalerei “ von Olga Wiesinger-Florian, Emil Jakob Schindler und anderen.

Linde Waber hat mit feinem Empfinden für Wachstum, Veränderung und Vergänglichkeit eine ganz eigenen Bildsprache gefunden, die ihrem Temperament entspricht.

Die Ausstellung umfaßt eine Zeitspanne von über 40 Jahren und zeigt die unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksmittel von Linde Waber. Früheste Arbeiten sind Holzschnitte, die unmittelbar im Anschluss an ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste bei Professor Melcher entstanden sind. In den Gartenpastellen vermischen sich die Möglichkeiten des Zeichnens mit denen der Malerei, was den Bildern eine besondere Bewegung und Leuchtkraft gibt. In den großformatigen Ölbildern entfaltet sie ihre vegetativ-dynamische Formensprache zu Farbkaskaden an der Grenze der Gegenständlichkeit.

GALERIE CHRISTINE PARK